Medizinische Aspekte

Krankheitsbilder

In Österreich werden jährlich ca. 7.500 Fälle von frauenassoziierten Krebserkrankungen (Karzinomen) diagnostiziert. Dieser Gruppe von Tumoren ist gemein, dass ihre Heilungschancen bei über 90 % liegen, wenn sie in einem frühen Stadium entdeckt und die therapeutischen Maßnahmen dementsprechend rasch eingeleitet werden. Hat sich die Erkrankung jedoch weiter ausgebreitet und bereits Fernabsiedlungen – so genannte Metastasen – gebildet, liegt die Chance auf eine völlige Genesung bei weniger als 25 %.

Frauenassoziierte Krebserkrankungen

Folgende Karzinome werden unter dem Begriff „frauenassoziierten Krebserkrankungen“ zusammengefasst:

Brustkrebs

Mit jährlich knapp 5.000 Neuerkrankungen nehmen bösartige Veränderungen des Brustgewebes die erste Stelle bei weiblichen Tumorerkrankungen ein. Das so genannte Mammakarzinom ist zwar die häufigste, nicht aber die gefährlichste Krebserkrankung der Frau. Betrachtet man alle frauenassoziierten Tumoren, so stehen die Heilungschancen beim Brustkrebs am besten, gefolgt vom Gebärmutterhöhlen- und vom Gebärmutterhalskrebs. Für alle genannten Erkrankungsbilder gilt, dass die Überlebenschancen höher liegen, je früher das Stadium, in dem der Krebs diagnostiziert wird.   

Unter Unterleibskrebs versteht man die folgenden frauenspezifischen Krebserkrankungen (nach Häufigkeit gereiht):

Endometriumkarzinom (= Tumor der Gebärmutterhöhle)

Das Endometriumkarzinom ist eine Krebserkrankung der Gebärmutterhöhle. Betroffen sind vorwiegend Frauen in oder nach den Wechseljahren, wobei der Häufigkeitsgipfel zwischen dem 60. und dem 75. Lebensjahr liegt.

Die Erkrankung entwickelt sich meist über einen Zeitraum von etwa ein bis zwei Jahren. Übergewicht, Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Diabetes) sind klassische Risikofaktoren, die die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs begünstigen. Der Tumor befällt zuerst die Gebärmutterschleimhaut, das so genannte Endometrium, die das Innere der Gebärmutter auskleidet. Seltener geht die Krebsgeschwulst von den Muskelschichten des Gebärmutterkörpers aus (Sarkome). Jede abnorme Blutung (unregelmäßige Zwischenblutungen vor dem Wechsel oder auch nur eine leichte Blutung nach dem Wechsel) muss ernst genommen und abgeklärt werden! Treten Schmerzen auf, ist dies meist schon ein Hinweis auf einen fortgeschrittenen Tumor.

Ovarialkarzinom (= Krebserkrankung der Eierstöcke)

Das Ovarialkarzinom ist eine bösartige Erkrankung der Eierstöcke, die sich oft  innerhalb weniger Monate entwickeln kann. Die Produktion von befruchtungsfähigen Eizellen (Follikelreifung, Eisprung, Gelbkörperbildung) und der Geschlechtshormone (Östrogen und Gestagen) zählt zu den wesentlichen Funktionen der Eierstöcke. In Österreich erhalten jährlich etwa 900 Frauen diese Diagnose. Diese Krebsart tritt am häufigsten zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf. Ovarialkarzinome treten familiär gehäuft auf, wobei die Ursachen hierfür im Erbgut liegen. So gibt es gewisse genetische Konstellationen, bei denen die Wahrscheinlichkeit, einen Eierstockkrebs zu erleiden, bei ca. 60 % liegt. Wie beim Brustkrebs spielen auch in diesem Fall die beiden Gene BRCA 1 und BRCA 2 eine Rolle. Die genetische Komponente sollte jedoch nicht überbewertet werden, denn nur etwa 10 % aller Ovarialkarzinome sind genetisch bedingt. Ob Krebs entsteht oder nicht, hängt mit der Anzahl der Eisprünge zusammen. Daher bieten orale Kontrazeptiva wie die „Pille“ und häufige Schwangerschaften eine gewisse Schutzfunktion, da sie die Eierstöcke „ruhigstellen“.

Zervixkarzinom (= Gebärmutterhalskrebs)

Der Gebärmutterhalskrebs rangiert – weltweit gesehen – an zweiter Stelle der bösartigen Tumorerkrankungen bei Frauen. Rund 400 Frauen erkranken jährlich österreichweit daran. In Österreich wird dank effizienter, spezifischer Untersuchungen (= PAP-Test beim niedergelassenen Gynäkologen) der Großteil aller Zellveränderungen am Gebärmutterhals als gutartige Vorstufen erkannt und im Zuge eines kleinen operativen Eingriffs entfernt.

Die Krebserkrankung wird vielfach zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr diagnostiziert, erreicht jedoch im Alter zwischen 65 und 75 seinen zweiten Häufigkeitsgipfel. Gutartige Vorstufen des Zervixkarzinoms können bereits bei jungen Frauen zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahrzehnt auftreten. Während die Anzahl der bösartigen Tumoren am Gebärmutterhalskrebs durch die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen gesenkt werden konnte, verzeichnen die Vorstufen hingegen eine steigende Tendenz.

Beinahe 100 % aller Zervixkarzinome werden durch die Infektion mit bestimmten Typen des humanen Papillomvirus (HPV) verursacht, wobei die Erkrankung schleichend, oft über mehrere Jahre verläuft und sich durch keinerlei Anzeichen bemerkbar macht. Treten Symptome auf, befindet sich der Krebs mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Eine Infektion mit dem humanen Papillomvirus findet größtenteils bereits im Jugendalter durch die ersten Sexualkontakte statt. Den einzig wirksamen Schutz bietet – neben der Verwendung eines Kondoms – die HPV-Impfung. Gynäkologen raten vor allem jungen Mädchen aber auch Knaben, sich bereits vor dem ersten Geschlechtsverkehr schutzimpfen zu lassen. Sind bereits HPV-bedingte Zellveränderungen am Gebärmutterhals aufgetreten, hat die Impfung keinen heilenden Effekt – in diesem Fall müssen andere medizinische Schritte gesetzt werden.

Vulvakarzinom (= Krebs der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane)

Krebs an Scheide und Scham wird in Österreich jährlich etwa bei 200 Frauen neu diagnostiziert. Dahinter können sich verschiedene Tumoren verbergen, die von unterschiedlichen Zellen der Genitalregion ausgehen. Am häufigsten sind die großen Schamlippen betroffen. Als auslösende Faktoren gelten Infektionen mit dem humanen Papillomvirus (HPV) vom Typ 16 und 18, aber auch chronische Erkrankungen, die mit einer Entzündung, Verhornung und Austrocknung im Bereich der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane einhergehen. Infektionen mit Herpesviren, Chlamydien und Treponema pallidum sowie chronische Reizungen im Genitalbereich können die Entstehung von Vulvakrebs begünstigen. Vulvakrebs ist eine Erkrankung des Alters – er verzeichnet ab dem 70. Lebensjahr einen deutlichen Häufigkeitsanstieg.

Eckdaten zu den Krebserkrankungen

Neuerkrankungen in Österreich/Jahr

  • Mammakarziom (Brustkrebs) – 5.000
  • Endometriumkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) – 950
  • Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) - 900
  • Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) - 450
  • Vulva-, Vaginalkarzinom (Tumoren der Scheide und Scham) - 200

Quelle: Statistik Austria

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Vorsorge & Früherkennung

Die Entstehung bösartiger Tumorerkrankungen lässt sich durch vorbeugende Maßnahmen vielfach vermeiden. Wichtigste Maßnahme ist in diesem Zusammenhang sicherlich die jährliche Kontrolluntersuchung beim Gynäkologen. Im Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt des Vertrauens können Risikofaktoren abgeschätzt, Lebensstilmodifikationen besprochen und im Fall des Falles die notwendigen therapeutischen Schritte eingeleitet werden. Frauen, die regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen, können kaum durch das Sicherheitsnetz fallen, denn fast alle bösartigen Erkrankungen oder deren Vorstufen werden im Zuge der jährlichen Kontrolle entdeckt. Zudem kann das persönliche Krebsrisiko durch eine gesunde Lebensführung mit moderater Bewegung, Gewichtsreduktion (bei Übergewicht), ausgewogener Ernährung, moderatem Alkoholkonsum  und Vermeiden von Zigarettenkonsum gesenkt werden.

Vorsorge – die wichtigsten Maßnahmen

  • Jährliche Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt
  • HPV-Impfung in Anspruch nehmen
  • Frühsymptome wie irreguläre Blutungen, Unterleibsschmerzen, unerklärliche Zunahme des Bauchumfangs oder andauerndes Völlegefühl ernst nehmen und abklären lassen
  • Regelmäßige Mammografie (Bruströntgen), spätestens ab dem 50. Lebensjahr
  • Coloskopie (Darmspiegelung) ab dem 50. Lebensjahr
  • Gesunder Lebensstil (Vermeiden von Übergewicht, regelmäßige sportliche Betätigung, ausgewogene Ernährung)

Prävention und Früherkennung

Endometriumkarzinom

Für das Endometriumkarzinom gibt es keine Methode zur Früherkennung (Screening) bei beschwerdefreien Frauen. Deshalb ist es besonders wichtig, bei jeder auffälligen oder irregulären Blutung zum Frauenarzt zu gehen, um diese abzuklären. Die Abklärung eines auffälligen Befundes im Bereich der Gebärmutterschleimhaut bzw. die Ursache einer Blutung nach dem Wechsel wird durch eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) und Ausschabung (Curettage) abgeklärt. Das gilt vor allem für Frauen nach den Wechseljahren. Wird der Gebärmutterkörperkrebs frühzeitig erkannt, kann er in der Regel gut behandelt werden.

Ovarialkarzinom

Je früher Eierstockkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft gibt es keine spezielle Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Eierstockkrebs. Einerseits können durch Abtasten der Eierstöcke etwaige Veränderungen festgestellt werden, wobei Frühstadien von Ovarialkarzinomen selten tastbare Tumoren verursachen. Die Ultraschalluntersuchung stellt hier die Methode der Wahl dar. Besonders bei Frauen mit Beschwerden oder einem familiären Risiko für Unterleibstumoren sollte dieser (regelmäßig) gemacht werden.

Einen gewissen Schutz vor Eierstockkrebs kann auch die Verwendung hormoneller Kontrazeptiva bieten. Vor- und Nachteile müssen aber immer individuell mit dem Frauenarzt abgeklärt werden.

Zervixkarzinom

Da Gebärmutterhalskrebs im Frühstadium meist keine Symptome aufweist, ist die jährliche Screening-Untersuchung mittels PAP-Abstrich beim Frauenarzt ab dem 20. Lebensjahr unbedingt notwendig. Durch diese von der Krankenkasse übernommene Untersuchung können schon Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs entdeckt und erfolgreich behandelt werden.

Im Rahmen dieser Untersuchung entnimmt der Arzt mit einem kleinen Bürstchen oder einem Spatel je einen Abstrich vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal. Das abgestrichene Material wird auf einem Glasplättchen ausgestrichen und im Labor untersucht. Es gilt jedoch zu betonen, dass die sog. Falsch-Negativ-Rate (Rate, bei der eine Erkrankung bereits vorliegt und sie der PAP-Abstrich nicht erkennt) bis zu 50% reicht. Dies bedeutet, dass ein einmalig negativer Abstrich nicht mit Sicherheit eine Erkrankung ausschließt. Darum ist es besonders wichtig, regelmäßig zu einer Vorsorgeuntersuchung zu gehen, da so die Krankheitsentstehung zwar nicht verhindert, aber eine entstehende Erkrankung frühzeitig erkannt werden kann. Zusätzlich zur Durchführung eines PAP-Abstrichs kann ein HPV-Test durchgeführt werden. Dieser soll nachweisen, ob eine Frau mit krebsauslösenden Papillomaviren infiziert ist oder nicht. Zusammen mit dem Befund des Abstriches lässt sich das Gebärmutterhalskrebsrisiko besser einschätzen. Ein negatives Ergebnis bedeutet einen weitgehenden Ausschluss des Vorhandenseins einer Gebäurmutterhalskrebsvorstufe bzw. eines Gebäurmutterhalskrebses durch HP-Viren.

Unabhängig davon sollte stets ein Arzt aufgesucht werden, wenn Ausfluss aus der Scheide, Blutungen außerhalb der Periode oder Schmerzen im Unterleib bestehen. Auch wenn hinter diesen Symptomen in den meisten Fällen eher eine Entzündung oder hormonelle Störungen stecken, sollten sie dennoch unbedingt abgeklärt werden.

Nahezu einmal in der Onkologie ist die Möglichkeit, den Gebäurmutterhalskrebs nicht nur frühzeitig zu erkennen, sondern wirklich vorzubeugen. Es ist mittlerweile bekannt, dass der Gebärmutterhalskrebs durch Viren, namentlich Humane Papilloma Viren (HPV) ausgelöst wird. Durch eine HPV-Impfung kann der Gebärmutterhalskrebs heute zu fast 100 % verhindert werden.

Die Schutzimpfung sollte bereits vor dem ersten Sexualkontakt durchgeführt werden. Zwei Jahre später sind bereits vier von zehn jungen Frauen mit dem Virus infiziert. Zur Immunisierung sind bislang drei Spritzen innerhalb von längstens einem Jahr nötig. Die Impfung verhindert eine Infektion mit den wichtigsten krebsauslösenden humanen Papillomviren (Typ 16 und 18) und kann so die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, der durch diese Virustypen verursacht wird, verhindern.

Wer noch keinen Sexualkontakt mit einem infizierten Partner hatte, erhält den nötigen Immunschutz. Auch für Frauen nach dem ersten Sexualkontakt kann eine Impfung durchaus sinnvoll sein. Personen, die bereits eine Infektion mit den Virustypen, gegen die der Impfstoff schützt, durchgemacht haben, können so vor Neuansteckung geschützt werden. Bereits bestehende Veränderungen der Zellen kann der Impfstoff jedoch nicht beeinflussen. Auch geimpfte Frauen sollen die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrnehmen, da die HPV-Impfung zwar einen äußerst hohen, denn och keinen hundertprozentigen Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs bietet. Außerdem wirkt die Impfung auch nicht gegen alle HPV-Typen, weswegen die jährliche Abstrichuntersuchung auch bei geimpften Frauen wichtig bleibt.

Wie erwähnt werden die humanen Papillomaviren meist beim Geschlechtsverkehr übertragen. Kondome können das Infektionsrisiko zwar senken, sind aber nicht sicher, da die Papillomaviren sich auch in Bereichen aufhalten können, die nicht vom Kondom bedeckt werden.

Vulvakarzinom

Beim Vulvakarzinom treten im Anfangsstadium meist keine Symptome auf. Allerdings können rötliche Flecken oder warzenähnliche Flächen an der Vulva auftreten. Juckreiz, Brennen, Hautveränderungen, vermehrter und oft übelriechender Ausfluss sowie irreguläre Blutungen gelten als typische Symptome, welche mit fortgeschrittenem Stadium immer häufiger auftreten können. Die genannten Symptome gelten zwar als Anzeichen für ein Vulvakarzinom, können aber auch andere Gründe haben. Derartige Veränderungen sollten regelmäßig mit dem Gynäkologen besprochen und deren Ursachen abgeklärt werden.

Im späteren Stadium kann der Tumor auch in Form eines Knotens oder Geschwürs deutlicher erkenn- und tastbar sein. Oft werden die Tumore dann von den Patientinnen selbst entdeckt. Bei Verdacht wird häufig mithilfe der Kolposkopie eine Gewebeprobe entnommen und diese mikroskopisch untersucht.

Die Früherkennung ist auch beim Vulvakarzinom von entscheidender Bedeutung. Optimal wäre eine Früherkennung einer Vorstufe (VIN). Diese kann entfernt werden, ohne dass es üblicherweise zu dauerhaften Beeinträchtigungen kommt.

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Diagnostik

Tumoren sind hochkomplexe Erkrankungen, deren Diagnose vom behandelnden Arzt/ Ärzteteam ebenso detailliertes Spezialwissen und viel Erfahrung verlangt, wie deren Behandlung.

Endometriumkarzinom

Kommt es außerhalb der Regel oder nach der Menopause zu Blutungen, sollte ein Gynäkologe zur Abklärung aufgesucht werden. Dieser kann mittels vaginaler Sonografie (Ultraschall-Untersuchung durch die Scheide) die Gebärmutter und die Eierstöcke untersuchen. Ist die Gebärmutterschleimhaut bei Frauen mit Blutungen nach der Menopause dicker als fünf Millimeter, liegt der Verdacht auf ein Endometriumkarzinom nahe. Der transvaginale Ultraschall lässt Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des Endometriums zu, die Sensitivität und Spezifizität das Endometriumkarzinom betreffend können allerdings keine validen Aussagen getroffen werden.

Eine genaue Diagnose liefert eine Ausschabung der Gebärmutter (=Curettage). Um eine Gewebeprobe zu gewinnen, wird im Rahmen der Gebärmutterspiegelung die Gebärmutterschleimhaut ausgeschabt. Die mittels Curettage gewonnene Schleimhaut wird im Labor feingeweblich untersucht. So kann der Gynäkologe mögliche bösartige Veränderungen des Endometriums genau diagnostizieren.

Bestätigt sich durch die histologische Untersuchung die Diagnose Gebärmutterkörperkrebs, kann mittels Magnetresonanztomografie (MRT) sowie mittels Computertomografie (CT) die Größe und Ausdehnung des Tumors präoperativ erkannt und eingeschätzt werden.

Ovarialkarzinom

Eierstockkrebs wird aufgrund mangelnder Frühsymptome erst spät bemerkt. Eine spezielle Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Eierstockkrebs gibt es nicht. Eine Tastuntersuchung im Rahmen einer regulären Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt bringt oft den ersten Hinweis. Neben der Abklärung von Veränderungen im Eierstockbereich mittels Tastuntersuchung ist die Ultraschalluntersuchung durch die Scheide eine wesentliche Untersuchungsmethode. Aber auch der vaginale Ultraschall kann maligne Tumoren nicht mit absoluter Sicherheit entdecken.
Wird ein Ovarialkarzinom in Betracht gezogen, werden üblicherweise bildgebende Untersuchungen im Sinne einer Computertomographie (CT) oder einer Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt, um weitere Informationen bezüglich der Ausbreitung und der Lokalisation des Karzinoms zu gewinnen.

Ein Blutbild kann Aufschluss über sogenannte Tumormarker im Blut geben. Bei Eierstockkrebs spielt das Protein CA 125 eine wichtige Rolle. Der Wert dieses Proteins ist bei Vorliegen eines Ovarialkarzinoms oft deutlich erhöht, kann aber auch bei anderen Erkrankungen, wie etwa einer Entzündung im Becken, ansteigen. Der Tumormarker alleine reicht nicht aus, um sicher auf Eierstockkrebs schließen zu können. Allerdings dient er der Überwachung während einer Behandlung.

Um ein Ovarialkarzinom eindeutig nachweisen zu können, ist eine Operation notwendig. Das Vorliegen eines Ovarialkarzinoms muss durch eine feingewebliche Untersuchung des entnommenen Tumorgewebes bestätigt werden. Bei der Operation werden der ganze Bauchraum und die einzelnen Organe sorgfältig exploriert. In der Regel entfernt der Chirurg so weit wie möglich den ganzen Tumor und alle seine Absiedlungen, beide Eierstöcke, die Gebärmutter sowie auch Lymphknoten aus dem Becken- und Bauchraum (je nach Betroffenheit).
Über 10 % aller Ovarialkarzinome beruhen auf einer genetischen Prädisposition. Deshalb sollte in einem Gespräch auch immer familiäre Vorbelastungen abgeklärt werden. Als familiär vorbelastet gilt eine Patientin, wenn eine Verwandte ersten Grades an Eierstock- oder Brustkrebs erkrankt ist. In den letzten Jahren ermöglichen Untersuchungen spezifischer Gene (BRCA1, BRCA2, HNPCC) die Identifizierung von Hochrisikopatienten für das Ovarialkarzinom. Dadurch können entsprechende Früherkennungsmaßnahmen bei diesen Patientinnen und ihren Familienangehörigen getroffen und das Risiko, ein Ovarialkarzinom zu spät zu bemerken, signifikant reduziert werden.

Zervixkarzinom

Einmal jährlich sollte im Rahmen einer Routinekontrolle beim Frauenarzt der PAP-Test gemacht werden. Mit den Ergebnissen aus diesem Test lassen sich symptomlose Krebsvorstufen (cervikale intraepitheliale Neoplasie = CIN) oft frühzeitig erkennen und dann entsprechend effektiv behandeln. Bei leichten Veränderungen sind in der Regel außer der Routinekontrolle nach einem Jahr keine weiteren Maßnahmen erforderlich, da sich diese Veränderungen meist von selbst zurückbilden. Bei mittleren Veränderungen werden Kontrollen im Abstand von einigen Monaten angeraten. Wenn sich die Veränderungen nach einem Jahr nicht zurückgebildet haben, muss eine weitere Abklärung durch eine Untersuchung des Gebärmutterhalses mittels Vergrößerungsoptik (Kolposkopie) und die Entnahme von Gewebsproben erfolgen.
Die histologische Untersuchung von entnommenen Gewebeproben ermöglicht eine Diagnosestellung. Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen solchen Befund zu bekommen. Es erfolgt entweder eine Probenentnahme aus einem Bereich des Muttermundes, der sich bei der Kolposkopie als auffällig erwiesen hat (Biopsie, meist mittels einer kleinen Zange), oder es wird eine Ausschabung der Schleimhaut im Gebärmutterhals (Curettage) gemacht, wenn der Verdacht auf eine Veränderung im Gebärmutterhalsbereich besteht. Nach wiederholt auffälligen PAP-Tests und bei bioptisch gesicherten höhergradigen Veränderungen im Bereich des Muttermundes wird außerdem eine Konisation durchgeführt. Hierbei schneidet der Gynäkologe ein kegelförmiges Gewebestück aus Muttermund und Gebärmutterhals heraus, das das Gebiet mit den Zellveränderungen vollständig umfasst. Die Konisation erfolgt unter Narkose und wird meist mit der elektrischen Schlinge durchgeführt. Nach einer histologischen Sicherung des Gebärmutterhalskrebses muss die Ausbreitung der Erkrankung (Staging) mittels einer gynäkologischen Untersuchung abgeklärt werden.
Wenn der Abstrich eine höhergradige Veränderung ergibt, erfolgen Kolposkopie und Biopsie ohne weiteres Zuwarten.

Um bei nachgewiesenem Karzinom die Tumorausdehnung präoperativ festzustellen, sind weitere Untersuchungen notwendig (MRT kl. Becken, CT Thorax + Abdomen, PET CT, Sonographie Niere, Zystoskopie, Coloskopie, Rektoskopie u.a.).

Zusätzlich zur Durchführung eines PAP-Abstrichs kann ein HPV (humanes Papilloma Virus)-Test durchgeführt werden. Ein negativer HPV-Test schließt das Vorhandensein einer Gebärmutterhalskrebsvorstufe bzw. eines Gebärmutterhalskrebses weitgehend aus.

Die Bestimmung von sogenannten Tumormarkern kann im Einzelfall nützlich sein, gehört aber nicht zum Routineprogramm.

In den letzten Jahrzehnten kam es durch Einführung der PAP-Untersuchung zu einem starken Rückgang der Gebärmutterhalskrebs-Häufigkeit. Mittels einer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung können fast alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs in einem Vorstadium erkannt werden. Da der Gebärmutterhalskrebs oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium Beschwerden verursacht, kann eine Frühdiagnose nur durch die Frauenärztin oder den Frauenarzt gestellt werden. Macht der Gebärmutterhalskrebs erst einmal Beschwerden, ist schon wertvolle Zeit verstrichen – Schmerzen oder fleischfarbener Ausfluss können Signale eines fortgeschrittenen Tumors sein.

Vulvakarzinom

Rötungen, Schwellungen und Juckreiz können erste Krankheitszeichen sein, die ebenfalls durch die frauenärztliche Untersuchung abgeklärt werden müssen. Jede verdächtige Veränderung im Bereich des äußeren Genitales sollte biopsiert werden. Diese Gewebsprobe wird meist vom Zentrum der Veränderung entnommen. Wird bei der Biopsie ein Vulvakarzinom bestätigt, ist eine gründliche physikalische Untersuchung durchzuführen. Die Beurteilung der Lymphknoten in der Leiste ist hierbei besonders wichtig. Ergänzend kann eine Magnetresonanztomographie-Untersuchung durchgeführt werden.

Der häufigste histologische Typ des Vulvakarzinoms ist ein Plattenepithelkarzinom. Bei jüngeren Frauen herrscht der klassische oder bowenoide Typ vor, der mit einer HPV-Infektion, vor allem mit den HPV-Subtypen 16 und 18, assoziiert ist. Der häufigere Subtyp (verhornende Subtyp) wird bei älteren Frauen gefunden und ist nicht mit einer HPV-Infektion assoziiert. Melanome können ebenso im Bereich des äußeren Genitale auftreten und sind die zweithäufigsten histologischen Subtypen.

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Therapie

Auf dem therapeutischen Sektor sind in den letzten zehn Jahren sehr wesentliche Entwicklungen vonstattengegangen. Immense technische, therapeutische und wissenschaftliche Fortschritte helfen, das Wesen von Tumoren sowie die Abläufe in deren Zellen besser zu verstehen. Durch dieses Wissen ist es möglich, jeder Patientin eine individuelle, auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Behandlung zukommen zu lassen.

Im Wesentlichen basiert die Therapie auf vier Säulen:

  • Operation
  • Bestrahlung
  • Antikörpertherapie
  • Chemotherapie

Je nach Tumorstadium, Alter der Frau, Begleiterkrankungen usw. werden die jeweiligen Möglichkeiten entweder einzeln angewendet, kombiniert, gleichzeitig oder hintereinander eingesetzt. Welches Therapieschema für welche Frau am besten geeignet ist, wird für jede Patientin individuell erarbeitet.

Die Zukunft gehört der zielgerichteten Behandlung von Tumoren, da die Eigenschaften bösartiger Erkrankungen exakter diagnostiziert und somit noch individueller therapiert werden können. Bereits mittelfristig wird es möglich sein, genetische Profile der einzelnen Krebserkrankungen zu erstellen.

Endometriumkarzinom

Vor jeder operativen Behandlung eines Endometriumkarzinoms ist eine sorgfältige präoperative Abklärung durchzuführen. Diese Untersuchungen erlauben bereits eine erste Beurteilung der Invasionstiefe, der Tumorausbreitung und geben Hinweise auf den Lymphknotenstatus im Becken und in der Paraortalregion.

Die operative Therapie des Endometriumkarzinoms ist mit Ausnahme der weit fortgeschrittenen Stadien als Therapie der Wahl anzusehen. Laparoskopische Techniken sind mittlerweile in der gynäkologischen Onkologie weitgehend etabliert.

Die Behandlung von Gebärmutterkörperkrebs hängt ab von Tumorstadium, Tumorgrading und Alter der Patientin. Bei Gebärmutterkörperkrebs ist die Entfernung der Gebärmutter mitsamt den beiden Eierstöcken meist der erste Therapieschritt. Oft ist auch eine Lymphknotenentfernung im Bereich des kleinen Beckens, in manchen Fällen auch im Bereich der Hauptschlagader oder der Hauptvene im Bauchraum erforderlich. Der Eingriff erfolgt nach Möglichkeit minimal-invasiv mittels Laparaoskopie oder Roboteroperation - das erspart den großen Bauchschnitt. Gerade beim Gebärmutterkörperkrebs, der oft stark übergewichtige Frauen betrifft, ist eine solche Operationsmethode vorteilhaft, weil bei diesen Patientinnen ein Bauchschnitt deutlich schlechtere Heilungstendenzen zeigt als bei Normalgewichtigen.
Nach Vorliegen aller Befunde entscheidet ein interdisziplinäres Team, das Tumorboard, ob ergänzend eine Strahlentherapie und/oder eine Chemotherapie nötig sind. Eine alleinige Strahlentherapie kommt nur bei Patientinnen in Frage, die nicht operiert werden können.

Ovarialkarzinom

Die Therapie hängt davon ab, wie weit das Ovarialkarzinom fortgeschritten ist, ob es sich bereits im Bauchraum ausgebreitet hat und ob weitere Organe betroffen sind.
Bei unkomplizierten Zysten stehen auch medikamentöse Therapieverfahren zur Verfügung. Zwei Anwendungsbereiche können hier unterschieden werden: die Therapie von bereits bestehenden Zysten und die Prävention. Zur Anwendung kommen verschiedene Hormontherapien (Östrogen-Gestagen-Kombinationen, Gestagene, GnRH-Analoga, Danazol). Während die medikamentöse Therapie von bestehenden Zysten gegenüber rein abwartendem Management keine wesentlichen Vorteile brachte und somit nicht mehr indiziert ist, scheint die Prävention im Sinne einer Ovulationshemmung sinnvoll.

Bei komplizierten Zysten und soliden Eierstocktumoren ist in jedem Fall auch vor dem Wechsel eine chirurgische Abklärung und Therapie erforderlich. Nach dem Wechsel liegt bei bestehen bleibenden Zysten, bei komplizierten Zysten, soliden Eierstocktumoren und bei erhöhten CA 125 Werten eine absolute Operationsindikation vor.

Die Therapie des Eierstockkrebses besteht üblicherweise aus einer aufwändigen, langen Operation, die einer großen chirurgischen Expertise und Interdisziplinarität vor allem mit Chirurgen und Urologen bedarf. Bei der Operation müssen der Tumor und seine Absiedlungen so vollständig wie möglich entfernt werden. In Abhängigkeit vom Tumorstadium müssen dazu beide Eierstöcke, die Eileiter, die Gebärmutter, das große Bauchnetz und evtl. auch die Lymphknoten im kleinen Becken und entlang der großen Bauchgefäße entfernt werden. Bei darmübergreifenden Prozessen werden auch Teile des Darms entfernt. Entscheidend für die weitere Prognose ist nämlich auch, ob möglichst alle sichtbaren Krebszellen, die sich im Bauchraum breit gemacht haben, erwischt werden.

Wenn eine chirurgische Behandlung aufgrund des Allgemeinzustandes der Patientin oder auch aufgrund des weit fortgeschrittenen Tumorstadiums als zu riskant für die betroffene Patientin eingeschätzt wird, kann eine neoadjuvante Chemotherapie (Chemotherapie vor der Erstoperation) den Tumor verkleinern und so eine Operation zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen.
Oftmals muss nach der Operation eine nachfolgende Chemotherapie durchgeführt werden, um noch vorhandene Krebszellen zu eliminieren. Sie wirkt im ganzen Körper und erreicht auch Tumorzellen, die sich möglicherweise weiter entfernt vom Ursprungstumor eingenistet haben.

Für Patientinnen im fortgeschrittenen Krankheitsstadium steht seit Dezember 2011 zudem eine Antikörpertherapie zur Verfügung. Der eingesetzte Wirkstoff (ein sogenannter Angiogenesehemmer) bindet an Wachstumsfaktoren des Tumors und verhindert somit die Neubildung von Blutgefäßen, die für die Versorgung des Tumors mit Sauerstoff und Nährstoffen zuständig sind.

Zervixkarzinom

Im Frühstadium (mikroinvasives Zervixkarzinom, FIGO Ia1) ist eine Konisation ausreichend, vor allem dann, wenn die Patientin noch einen Kinderwunsch hat. Dabei werden ein kegelförmiger Teil des Muttermunds und die Schleimhaut des Gebärmutterhalskanals entfernt. Bei größeren, aber auf die Gebärmutter begrenzten Tumoren ist die Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) mitsamt ihrem Halteapparat und den Lymphknoten entlang der großen Beckengefäße die übliche Therapie.
Die Operation erfolgt per Bauchschnitt. Wie auch beim Eierstockkrebs kann, je nach Ausbreitung des Tumors, die Entfernung benachbarter Organe und umliegenden Gewebes erforderlich sein. Da hohe Radikalität bei der Entfernung mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden ist, wird oft versucht, weniger radikal vorzugehen.

Im Falle einer bestehenden Schwangerschaft ist das weitere Vorgehen abhängig vom Tumorstadium sowie vom Fortschritt der Schwangerschaft. Das mikroinvasive Karzinom kann durch eine Konisation vollständig entfernt werden, die Schwangerschaft ausgetragen und das Kind auf natürlichem Weg geboren werden. In späteren Tumorstadien und einem frühen Stadium der Schwangerschaft sollte die entsprechende chirurgische Behandlung des Tumors durchgeführt werden, was gleichzeitig einen Abbruch der Schwangerschaft bedeutet. Ist die Schwangerschaft bereits weiter fortgeschritten, sollte mittels Kaiserschnitt eine Geburt so bald als möglich eingeleitet und danach eine Hysterektomie mit Lymphknotenentfernung durchgeführt werden.

In fortgeschrittenen Stadien ist eine kombinierte Strahlentherapie mit Chemotherapie erforderlich. Diese Behandlung wird in enger Kooperation mit den Strahlentherapeuten durchgeführt. Nach einer Operation ist eine postoperative Radiotherapie kombiniert mit einer Chemotherapie nur bei Patientinnen notwendig, die ein hohes Risiko für ein Wiederauftreten der Erkrankung haben. Patientinnen mit befallenen Resektionsrändern bei der Operation, mit befallenen Lymphknoten sowie befallenen Parametrien sollten eine postoperative Strahlen-/Chemotherapie erhalten. Des Weiteren sollten Frauen mit zwei der drei folgenden Risikofaktoren ebenso eine Strahlen-Chemotherapie erhalten: großes Tumorvolumen, tiefe Stromainvasion im Bereich des Gebärmutterhalses sowie Invasion von Lymph- bzw. Blutgefäßen. Bei der Strahlentherapie stehen zwei Verfahren zur Verfügung: die Kontaktbestrahlung und die perkutane Hochvoltbestrahlung. In der Erstbehandlung mit heilender Absicht werden sie kombiniert eingesetzt. Bei der Kontaktbestrahlung wird für kurze Zeit ferngesteuert eine Strahlenquelle in die Scheide eingebracht. Dadurch lässt sich die Strahlung mit exakter Planung sehr gezielt einsetzen: Das Tumorgewebe wird zerstört – ohne umliegende, empfindliche Organe wie Blase und Darm zu sehr zu belasten. Bei der perkutanen Hochvoltstrahlung wird die Bestrahlung von außen durch die Haut vorgenommen. Auch hier trägt die computerunterstützte Bestrahlungsplanung dazu bei, dass gesundes Gewebe möglichst wenig belastet wird.
Strahlen- und Chemotherapie werden heute meist kombiniert eingesetzt, da sie so wirksamer und die Behandlungsergebnisse besser sind.

Nach Beendigung der Therapie sollten betroffene Patientinnen im Abstand von drei bis vier Monaten für die ersten 3 Jahre in regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen stehen. Im vierten bis fünften Jahr sollten 6-monatliche Kontrollen stattfinden. Vom 6. bis zum 10. Jahr nach der Primärtherapie sollten bei unauffälligem Verlauf jährliche Nachsorgekontrollen erfolgen.

Vulvakarzinom

Die chirurgische Entfernung des Primärtumors ist der wichtigste Behandlungsinhalt vor allem im Frühstadium eines Vulvakarzinoms. Beim Vulvakarzinomstadium I oder II wird der Tumor mit einem Sicherheitsabstand umschnitten. Bei frühinvasiven Vulvakarzinomen (Invasion <1mm) ist keine Lymphknotenentfernung in der Leistengegend notwendig, bei allen anderen Tumoren sollte zumindest auf der betroffenen Seite im Bereich der Leiste Lymphknoten entnommen werden.

Nach einer Primäroperation muss in Fällen von nicht komplett reseziertem Tumor oder bei Lymphknotenmetastasen im Bereich der Leiste eine Strahlentherapie durchgeführt werden. Für fortgeschrittene Tumorstadien wird heutzutage eine präoperative Behandlung mit einer zeitgleich durchgeführten Chemotherapie und Radiotherapie empfohlen.

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